eingriff in die natur




je länger die powerpointpräsentation "natürliche feinde" dauerte, desto nachdenklicher wurden die beiden.

zwei möglichkeiten



vielleicht ist das meerschweinchen wirklich tot. vielleicht ist es aber auch einfach nur sehr taub.

doofe situation



als sie den tatort in ihrer küche sah wusste sie: auch wenn alles auf einen suizid hindeutete – es würde erneut ein gerede geben.

nachwehen einer eheschliessung



schon bald nach dem versand des dankeskärtchens wussten sie: ironie gehört nicht zu den stärken ihrer verwandtschaft.

einheimisches filmschaffen


der dokumentarfilm "affe mit tschinellen" bietet eine inhaltliche zusammenfassung des world economic forum (WEF) 2011 in davos. der film ist noch an keinem grösseren festival gelaufen. geschweige denn an einem kleineren.

Vorschau

Die beiden Schweizer Tennisspieler Roger Federer und Stanislas Wawrinka treffen morgen im Viertelfinale des Australian Open aufeinander. Darum überschlagen sich die hiesigen Medien mit Direktvergleichen. Hier ist der erste ehrliche.

Tennisspiel
Federer: Mega gut.
Wawrinka: Mega gut für einen Schweizer.

Familienrückhalt
Federer: Ja.
Wawrinka: Dumme Geschichte.

Trainer
Federer: Keine Ahnung. Müsst ich nachlesen.
Wawrinka: Dolf Lundgren. Federers Ex.

Sympathie
Federer: Mögen wir fast so fest wie Ariella Käslin.
Wawrinka: Ist der Federer der Herzen. (Weil er nicht so arrogant alles gewinnt.)

So geht das Spiel aus
Unentschieden

erschreckende normalität



eines haben superheldenschulen mit allen anderen schulen gemein: auf dem klassenfoto sehen immer zwei drittel der schüler beschissen aus.

the return of the alltag



am dritten tag nach der tollen idee mit der kommunikationstafel kam tante ernüchterung zu besuch.

drama an silvester



knuff der bär konnte es nicht fassen. eben war diese röhre doch noch voll gewesen.

fakten aus der tierwelt



im winter landen die vogelmenschen amigs nur für kurz auf den dächern. weil sie sonst kalte füsse bekommen.

wikileaks präsentiert: die manuelgeh-tagebücher



liebes tagebuch. heute habe ich die einladung zur hochzeit von herrn fux und frau brändli bekommen. später habe ich mit klötzchen gespielt. sonst wars eher ein ruhiger tag.

jeder drängler zählt



manuelgeh lanciert zum start von "jeder rappen zählt" seine eigene weltverbesserungskampagne. zu sehen gibts den kleber demnächst auf einem schuldigen near you.

herantasten ans genre



dem vorwurf, er hätte "die sprache des horrorfilms irgendwie nicht gefunden" konnte der regisseur während des filmpodiums wenig entgegnen. schliesslich habe er die endversion bis heute nicht angeschaut, weil er nach diesen filmen jeweils so schlecht schlafen könne.

gescheitertes projekt


als er den mannshohen hasen und die pauke endlich aufgetrieben hatte, wollte ihm partout nicht mehr einfallen, was er damit eigentlich geplant hatte.

duschvorhang 2.0



nach drei monaten zog er bilanz: gute idee, zu wenig besuch.

ungewollte beleidigungen, folge 341



dass seine frau dieses seltenen genetischen fehlers wegen jedes "t" als "b" verstand, hatte er ganz vergessen. sonst hätte er sie nicht auf ihren "tauchrekord" in den ferien angesprochen.

Zwei Jahre Lyrikschaffen (zu aktuellen Themen)


Das Buch Kampusch

Geschrieben hats', erzählt nun auch, Natascha spricht von Schlimmem,
die Welt, die hört und schüttelt Kopf, acht Jahre war sie drinnen.

Das Buch, jetzt da, gedruckt und frisch, gestapelt hoch in Türmen,
sie ist jetzt stark, gibt Auskunft viel, weil alle sie bestürmen.

Jetzt Lesung, Fragen, viel viel Volk, im Konferenzraum sitzt die Meute,
sie selber fragt beim Freund noch nach, was ihr die Frau dort deute.

Der sagts und, ei, da merkt sies erst, Getränke hats gar keine!
Der Schreck ist gross, Gastgeber sie, jetzt braucht es schnelle Beine.

Weil heiss ists hier, und stickig auch, man muss sie holen, schneller!
Die Menge schreit, sie hats gesagt: "Ich hol sie kurz im Keller".

Gewidmet allen Journalisten an der Buch-Lancierungs-Pressekonferenz 2010


Für Renault

Werfer scheinen, die Nacht entflammt,
Bolide rast, es wird gerammt,
nur ein Pilot, er legt grad vor,
hört einen Funkspruch aufm Ohr

„Eh, scusi wenn ich store.“

Dann geht es schnell, die Kurve bricht,
der Atem stockt, der lenkt ja nicht!
Der Wagen! Hilf! Die Wand! Es kracht!
Der Fahrer weiss, dass einer lacht.

Flavio Briatore.

Gewidmet dem inszenierten Formel-1-Unfall beim Nachtrennen von Singapur 2008


Alinghi vs. BMW Oracle

Peng! Sie segeln. Echt jetzt? Echt!
Ach ist doch scheissegal.

Gewidmet allen Richtern, Anwälten und Streitparteien des Americas Cup 2008


entwicklungshilfe



das von mir unaufgefordert der stadt pisa zugeschickte neue logo.

alltagsprobleme von piratenkapitänen



"du hast sehr wohl schon einen keks gehabt!"

planungsfehler



nur gerade sechseinhalb stunden hatte sie gebraucht, um die fototapete an die betonwand hinter das bänkli zu kleben. seit sie aber dauernd diese blöden vögel davon abhalten musste, mit voller wucht dagegenzufliegen, war das erfolgsgefühl einer leichten enttäuschung gewichen.

mit ecken und kanten



selbstportrait mit katze. (design katze: ea)

zurück in die steinzeit



dass er sich nun seit zwei wochen tapfer an die beiden hauptregeln "viel grünes essen" und "sich auf die grundbausteine einer gesunden ernährung beschränken" hielt, machte ihn stolz. nur die ständigen schmerzen beim stuhlgang irritierten ihn weiterhin etwas.

anfang einer erfolgsgeschichte



sich selbstständig machen, lektion eins: finde deine nische.

scheiss realwelt



zeitpunkt des auftauchens erster zweifel: jetzt.

menschliches versagen



wirklich überrascht war er erst, als er zu hause im spiegel entdeckte, dass es sich keineswegs um einen entwicklungsfehler des fotoautomaten gehandelt hatte. er war tatsächlich auf einer seite unscharf.

das malheur



klar hatte es kritische stimmen gegeben, im vorfeld. aber sein "für eine velo-weltumrundung brauchts keine grossen räder, sondern einen grossen willen!" hatte schliesslich alle verstummen lassen. dumm war nur, dass ihm erst nach 349 kilometern auffiel, dass er den proviant auf dem küchentisch vergessen hatte.

warten auf förderbeiträge


heute gelernt: wenn man länger als zwei minuten so steht, glauben die leute es sei kunst.

gedanken einer landesmutter


"papperlapapp! ich halte die regenbogenfahne am ende der lanze für angebracht."

baumsequenz



da hatte er extra den weiten weg aus dem wald hinter sich gebracht. und dann konnte er sich partout nicht mehr daran erinnern, in welcher etage das vorstellungsgespräch nun hätte stattfinden sollen.

vogelplage



morgens 9 uhr aufm balkon. erwin, theo, carla, nepomuk, theodora, nessy, gertrude und steve sind wieder da und lästern über meine schuhe.

der serienköter



die masche war immer dieselbe: der welpe klingelte vorzugsweise bei alleinstehenden frauen die glaubten, er könne keiner fliege was zuleide tun.

religion mal anders



an diesem wunderbaren nachmittag im mai wurde ihm schlagartig klar: irgendwo da oben gibt es noch etwas grösseres als uns. etwas, das uns glücklich macht. (bild ea)

der philosophische erweckungsmoment



und plötzlich realisierte er, dass er hauptdarsteller war, in einer absurden szenerie die manche "leben" nannten.

besser spät als nie



doch. jetzt roch er es auch.

peta übertreibts



und wie sie so über den laufsteg schritt, musste sie sich eingestehen: die "pelz ist mord!"-rufe stören schon etwas die konzentration.

eine kleine bildgeschichte

bild balz
gedankengänge der fünf personen, von rechts nach links:
"schau, ein paket mit weisser knetmasse."
"tatsächlich."
"ui, jetzt fällt mir wieder ein, wo der sprengstoff ist."
"unauffällig lächeln."
"hehe."

drama im theater


später stellte sich heraus: es war gar keine spinne. bild ea

die katze und das outing



"ich bin eher der hundetyp."

rasante entwicklung der technik


er sagt: für ferienbilder reicht meine alte 600-pixel-kamera noch allemal.
sie sagt: ich seh auf den fotos fett aus.

warnung



der nächste eintrag ist der 125e post. nur dass es dann nicht wieder heisst, ich hätte es verheimlicht.

demnächst im regal




sobald ich genügend bestellungen hab, beginne ich mit schreiben.
bild philipp eller / bearbeitung&rest manguelgeh

gesellschaftskritik in 21 sekunden


es gibt zwei mögliche interpretationen dieses kurzfilms (unbedingt mit ton schauen):

1. das individuum an sich (katze) hat sichs zu bequem gemacht in unserer übertechnologisierten wohlstandsgesellschaft (kissen in metallicfarbe), hat jeglichen kontakt zur natur (bärenkopf an wand) verloren und kann als folge davon nicht mehr adäquat mit unvorhersehbarem (finger) umgehen (geräusch).

2. ich nerve gerne meine katze.

leben mit dem wahnsinn



zugegeben: dass andere menschen die irre frau, die immer erscheint, wenn er in einen spiegel blickt, nicht sehen, irritiert ihn ein wenig. mehr stört ihn aber, dass ihm dieses unsägliche lied von dj bobo nicht mehr aus dem kopf will.

extrem seltenes naturschauspiel



wenn sich die pomelo vollständig vor die maus geschoben hat, spricht man von einer totalen mausfinsternis.

helsinki 2010


erst im finaldurchgang der vogelscheuchen-europameisterschaft auf einem feld vor helsinki wurde torben so richtig bewusst, wie sehr er in der vorbereitung das training des linken arms vernachlässigt hatte.

legendäre pressekonferenz



"ja, es ist rosa. und das ist gut so!"

leicht beschädigte tiere



gut, die anderen vögel schauen immer noch demonstrativ weg, wenn kuno vorbeifliegt. aber seit er den stundenweltrekord regelrecht pulverisiert hat, weiss er: flügel haben ist auch nicht alles.

die alternative


für alle, denen weihnachten stinkt.

teuflischer plan



kaum zu fassen: mit dem essen spielen macht noch mehr spass als erwartet!

späte erkenntnis



nach zweieinhalb stunden erfolgloser energieübertragung musste sie sich schliesslich eingestehen: diese maus ist kaputt.

proleten-woche im haarsalon



das opfer verspürte danach wochenlang einen unbändigen drang, einem schenkkreis beizutreten.

würgerort



die ehrliche antwort: ja, sie hatte sich unter einer safari etwas ganz anderes vorgestellt.